
Unser Energiekörper steht in enger Verbindung mit unserem physischen Körper. Aus energetischer Sicht können sich verschiedene Beschwerden und Störungen zunächst in der Aura zeigen, bevor sie sich später auch auf körperlicher Ebene bemerkbar machen.
Ein erfahrener Prana-Anwender kann solche energetischen Blockaden frühzeitig wahrnehmen und mit geeigneten Methoden bearbeiten. Ziel einer Prana-Anwendung kann es sein, energetische Blockaden zu lösen und das natürliche Gleichgewicht des Energiefeldes zu unterstützen.
Doch welche Faktoren können das Gleichgewicht unseres Energiefeldes beeinflussen? Grundsätzlich lassen sich diese Einflüsse in zwei Hauptgruppen einteilen: äußere und innere Faktoren.
Innere energetische Blockaden – wie können wir ihnen entgegenwirken?
Zunächst lohnt es sich, die inneren Faktoren genauer zu betrachten. Auf sie haben wir den größten Einfluss, und sie können wesentlich dazu beitragen, den Energiefluss im Körper aus dem Gleichgewicht zu bringen. Deshalb ist es sinnvoll, sich bewusst zu machen, welche Wirkung unsere alltäglichen Gedanken, Emotionen und Worte haben können.
Viele heilige Schriften und alte philosophische Traditionen legen besonderen Wert auf die Hygiene des Geistes. Nach diesen Lehren können wir nicht nur durch unsere Handlungen und Worte, sondern auch durch unsere Gedanken und Absichten Einfluss auf uns selbst und andere Lebewesen nehmen.
Die Kraft der Gedanken bei der Reinigung mit Prana
Vielleicht denkst du, dass ein negativer Gedanke keinen Schaden anrichten kann – schließlich hört ihn niemand, und die Person, auf die er sich bezieht, erfährt wahrscheinlich nie etwas davon. Aus energetischer Sicht lohnt es sich jedoch, die Wirkung unserer Gedanken bewusster zu betrachten.
In der Welt der Energie gilt ein grundlegender Gedanke: Alles ist Energie – auch ein Gedanke. Negative Absichten, Ärger, Wut oder Eifersucht können nach dieser Vorstellung belastende energetische Schwingungen erzeugen, die unsere Chakren (Energiezentren) und unsere Aura beeinflussen können.
Wie negative Gedanken andere Menschen und uns selbst beeinflussen können
Aus energetischer Sicht verschwindet ein Gedanke nicht einfach. Er richtet sich auf die Person oder das Lebewesen, an das wir in diesem Moment denken. Wenn wir einem anderen Menschen Schlechtes wünschen, ihn verurteilen oder ihm drohen, richten wir negative Gedanken und Emotionen auf ihn.
Menschen mit einer hohen energetischen Sensibilität können solche Einflüsse möglicherweise körperlich oder emotional wahrnehmen. Sie erkennen dabei nicht unbedingt die Ursache, fühlen sich plötzlich unwohl, verlieren an Kraft oder verspüren eine unerklärliche Unruhe. In energetischen Traditionen wird davon ausgegangen, dass solche belastenden Energien das Energiefeld beeinflussen und das alltägliche Wohlbefinden beeinträchtigen können.
Das Gesetz von Ursache und Wirkung – warum negative Gedanken zu uns zurückkehren
Besonders wichtig ist dabei die Vorstellung, dass negative Schwingungen letztlich vor allem denjenigen belasten, der sie erzeugt. In vielen spirituellen Traditionen gilt das Gesetz von Ursache und Wirkung: Was wir aussenden, kann auf unterschiedliche Weise zu uns zurückkehren.
Gutes tun kann unser Leben mit positiven Erfahrungen, reiner Prana-Energie und hohen Schwingungen bereichern.
Negative Gedanken und Absichten können dagegen dazu führen, dass wir selbst stärker mit belastenden Gedanken, Emotionen und Energien in Kontakt kommen.
Folgen einer belasteten Aura durch negative Gedanken
Eine ständig wiederkehrende Welle negativer Gedanken und Emotionen kann aus energetischer Sicht das eigene Energiefeld stark belasten. Rund um den physischen Körper kann sich dabei eine dichte Struktur bilden, die oft bildlich mit einem undurchdringlichen „Nebel“ verglichen wird.
Eine solche belastete Aura kann sich nach dieser Vorstellung auf verschiedene Bereiche unseres Lebens auswirken.
Sie kann das alltägliche psychische und körperliche Wohlbefinden beeinträchtigen.
Sie kann die natürliche Fähigkeit zur inneren Reinigung und Regeneration erschweren.
Sie kann mit verschiedenen Beschwerden, Erschöpfung und einem allgemeinen Gefühl von Belastung einhergehen.
Wie lässt sich belastende Energie entfernen? Methoden zur Reinigung der Aura
Es gibt verschiedene Methoden und energetische Techniken, die dabei helfen können, belastende Energie zu lösen und die Aura zu reinigen. In der täglichen Praxis können beispielsweise folgende Möglichkeiten hilfreich sein.
Regelmäßige körperliche Bewegung und bewusste Aktivität.
Tiefe Meditation und Gebet, die dazu beitragen können, den inneren Zustand zu beruhigen und die eigene Schwingung zu erhöhen.
Spezielle Atemtechniken (Pranayama).
Energetische Reinigung von Räumen mit Kerzen und natürlichen Räucherwerken.
Aufenthalt an der frischen Luft und Kontakt mit der Natur.
Doch wäre es nicht noch besser, möglichst keine negativen Gedanken zu nähren und dadurch sich selbst und seine Umgebung weniger zu belasten?
Wir alle sind miteinander verbunden, weil wir aus derselben Quelle allen Seins stammen. Wenn wir dies immer tiefer verstehen, können wir auch eine universelle Wahrheit erkennen: Was wir einem anderen Lebewesen antun, tun wir aus spiritueller Sicht letztlich auch uns selbst und dem Göttlichen, der Höheren Kraft oder der Unendlichen Macht an.
Fallen des Geistes – warum suchen wir ständig nach Schuldigen?
Es lohnt sich, noch einen weiteren wichtigen Aspekt unseres alltäglichen Denkens zu betrachten. Sehr häufig beschäftigen wir uns übermäßig mit:
Uns selbst, unseren eigenen Handlungen und Unterlassungen.
Unseren schwierigen Emotionen und inneren Spannungen.
Dem, was andere Menschen getan oder für uns nicht getan haben.
Gesprochenen Worten und den Worten, die unserer Meinung nach hätten gesagt werden sollen.
Der Vergangenheit und der Angst vor der Zukunft.
Unser ständig aktiver Geist sucht unaufhörlich nach Erklärungen – und leider findet er sehr oft einen Schuldigen für eine bestimmte Situation. Anderen Menschen die Schuld zu geben, kann einen Kreislauf negativer Gedanken und Emotionen verstärken.
Selbstkritik und ihr Einfluss auf Chakren und Meridiane
Doch was geschieht, wenn sich unsere negativen Gedanken gegen uns selbst richten? Ständige innere Kritik, Schuldgefühle und die fehlende Akzeptanz eigener Schwächen können uns aus energetischer Sicht sogar stärker belasten als äußere negative Einflüsse.
All die negativen Gedanken und Worte, die du innerlich gegen dich selbst richtest, können wie ein Gift wirken. Auch sie können eine energetische „Nebelwolke“ um dich herum entstehen lassen, durch die Liebe, Güte und reine Lebensenergie nur schwer hindurchdringen.
Als Menschen sind wir für die Liebe geschaffen. Doch können wir wirklich bedingungslos lieben, ohne tief zu vergeben und uns selbst anzunehmen?
Destruktive Gedanken über uns selbst können aus energetischer Sicht unsere Meridiane und Chakren (Energiezentren) belasten und ihre harmonische Funktion beeinträchtigen. Nach dieser Vorstellung können sich solche energetischen Blockaden schließlich auch in körperlichem Unwohlsein oder Beschwerden bemerkbar machen.
Vielleicht lohnt es sich, schon heute einen kleinen Schritt in Richtung bewusster Ruhe, weniger Grübeln und mehr innerer Stille zu machen?
„Wir sind im Nicht-Denken geboren.“
— Sawaki Kōdō, Zen-Meister

Autorin des Beitrags
Ich heiße Malina Poplawska und beschäftige mich seit drei Jahren mit Prana-Reinigung. Im Jahr 2023 bin ich zum ersten Mal mit Pranic Healing in Berührung gekommen und habe mich daraufhin entschieden, mich in diesem Bereich weiterzubilden. Ich habe sechs Pranic Healing-Kurse abgeschlossen, einer Methode zur Förderung der körpereigenen Selbstheilungskräfte, die von Master Choa Kok Sui entwickelt wurde.
Ich liebe die Natur und verbringe gerne Zeit in ihrer Nähe. Yoga ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Außerdem interessiere ich mich für Alternativmedizin und für spirituelle Entwicklung in ihren vielfältigen Facetten.
Ich lebe in einem kleinen Dorf in Hessen, direkt an einem See und umgeben von Wiesen und Wäldern. Die Ruhe dieses Ortes schätze ich sehr und bin glücklich, hier die Stille und die Nähe zur Natur genießen zu können.